Pressestimmen über das Orchester

La Scala di Seta und Putbus-Festspiele

Mit großer Freude konnte das Preußische Kammerorchester die positiven Kritiken über ihre Auftritte zur Kenntnis nehmen:

Über die Inszernierung von "La Scala di Seta" im Rahmen der Prenzlauer Unterhaltungskonzerte schrieb Peter Buske in der Zeitschrift "das Orchester":

"Die einfallsreiche Musik des Kurzweilers harmonisiert bestens mit dem turbulenten Geschehen: Sie sprudelt von Tempo, überraschenden klanglichen Effekten und witzigen musikalischen Kommentaren. Unterhaltung pur, weshalb sie vom Preußischen Kammerorchester Prenzlau Mitte März in der entsprechenden Konzertreihe im Kultur- und Plenarsaal unter Jürgen Bruns’ einfühlsamer und feinabstimmender Leitung eine überaus lustvolle, witzige, halbszenische und italienisch gesungene Aufführung erlebte. Mit durchweg strahlkräftigen, exzellent ausgebildeten Stimmen und selbsteinstudiertem, jederzeit glaubhaftem Szenenspiel begeisterten sechs Studiosi der Berliner Hochschule für Musik Hanns Eisler."

Der rennomierte Musikwissenschaftler Ekkehard Ochs schrieb in der "Ostseezeitung" nachfolgendes über das Eröffnungskonzert der Putbus-Festspiele:

"Und wieder machen es die verschiedenen Angebotsformen und -inhalte, die den Weg auf die Insel lohnen, die Verbindung von professionellen Ansprüchen und einem Konzept, das den unverengten Blick auf sonst weitgehend ungenutzte Potenzen unseres musikkulturellen Erbes mit seriöser Unterhaltsamkeit verbindet. So geschehen schon bei der Eröffnung der Putbusfestspiele im historischen Theater der Stadt mit dem Preußischen Kammerorchester (Streicher) unter Jürgen Bruns. Und dies durchaus unorthodox mit Einzelsätzen aus Vivaldis „Jahreszeiten“ (Aiko Ogata, Solovioline) und meist unbeachteten, aber hörenswerten „Kleinigkeiten“ von Leoš Janaček (Kleine Suite), Franz Schreker (Intermezzo und Scherzo op. 8) sowie Benjamin Britten (Simple Symphonie). Attraktiver Höhepunkt: Aaron Coplands Klarinettenkonzert (1948) mit
dem international gefeierten und ausgezeichneten Sebastian Manz. Unorthodox also diese Zusammenstellung unter dem Festspielthema „Luft“, das man hinsichtlich seiner Bezüge zu den Stücken wohl etwas großzügig ausgelegt hatte. Aber es wurde überzeugend musiziert! Gestalterische Kompetenz also sowohl bei Vivaldis (barocken) bekannten „Ohrwürmern“ als auch bei so gegensätzlichen Klang- und Ausdruckswelten, wie sie der hier so klangsensible Janaek, der aufreizende Expressionist Schreker oder der unbekümmert neoklassisch agierende Britten repräsentieren. Copland schoss den Vogel ab: Das Stück geschrieben für den legendären Jazzklarinettisten Benny Goodman, geriet in der Synthese von europäischem Erbe und süd- wie nordamerikanischer Popularmusik zur perfekten Demonstration eines echt „amerikanischen“ Werkes: schwelgend in „bittersüßer Lyrik“ (Copland) bis hin zu virtuosen Eskapaden und energisch zupackender, ja euphorischer Spiellaune. Viel Beifall für einen entspannten, bereichernden Abend."